Webradio selbst gemacht

August 21, 2008

Wer mit seinem eigenen Internetradio Angebot eine größere Hörerschaft erreichen möchte, kommt an einem eigenen Server irgendwann nicht mehr vorbei. Wichtig hierbei ist allerdings, dass auf dem Server auch die entsprechenden Root-Rechte vorhanden sind, welche die Installation eigener Software zum Webradio-Betrieb ermöglichen. Die marktübliche Software läuft hier übrigens auf allen gängigen Betriebssystemen von Windows über Linux bis zu Mac OS X. Wer nicht in einen eigenen Server investieren möchte, hat die Möglichkeit, sich die entsprechenden Kapazitäten auch zu mieten, wobei die Preise hier für den eigenen Webspace bei den verschiedenen Providern immer attraktiver werden. Interessenten tun sich aber gut daran, sich vorab genau über die notwendige Konfiguration, den bestmöglichen Schutz vor fremden Übergriffen und die Installation verschiedener Zusatzdienste wie E-Mail zu informieren um technische Probleme und Pannen auszuschließen.

Nicht zu unterschlagen im Rahmen der Vorab-Überlegungen sind jedoch auch die anfallenden Gebühren für GEMA und GVL, welche auch von kleinen Webradios und nichtkommerziellen Stationen entrichtet werden müssen. Grundsätzlich fallen Gebühren immer dann an, wenn Material Dritter gesendet wird, welches nicht ausdrücklich zur freien Verwendung ausgewiesen wurde. Webradio Betreiber können bei GEMA und GVL detaillierte Informationen über die anfallenden Gebühren einholen, welche sich nach der Anzahl der Hörer, der Sendedauer und dem jeweiligen Musikanteil im Programm richten. Eine Möglichkeit, diese Lizenzkosten wieder einzuspielen bietet die Online-Werbung und auch werbefinanzierte Radioinhalte sind denkbar, wozu die Betreiber aber auch im Marketing aktiv werden müssen. Auch wenn bei kleiner Hörerschaft nicht gleich die großen Werbeanfragen zu erwarten sind, lassen sich auf lokaler Ebene oft Interessenten finden.