Stretch-Limousinen als Werkmodelle

Januar 25, 2009

Die ganz extrem langen Stretch-Liousinen sind natürlich sehr langsam und können nur von geübten Leuten und dann auch nur sehr schwer rangiert werden. Sie haben nicht selten das Gewicht eines LKWs und verbrauchen eine Unmenge an Kraftstoff. Auch die so genannten Fullsize-Pickups wurden mitunter von Chevrolet und Ford zu Stretch-Limousinen umfunktioniert. Diese Typen verfügen dann über eine Doppelkabine und Zwillingsbereifung. Das Lincoln Town Car zählt zu den am meisten umgebauten Modellen. Der Hersteller Ford Motor Company vergibt hierfür Zertifikate an sie geprüften Umbauer von Karosserien. Die Werksgarantie wird dabei durch die, von Ford vorgegebenen Regeln beibehalten. Die Regeln geben unter Anderem vor, dass der Umbau eine maximale Verlängerung von drei Metern haben darf, was etwa 120 Zoll entspricht. So wird eine Gesamtlänge von mehr als acht Metern erreicht. Es gibt auch europäische Hersteller, die Langlimousinen direkt aus dem Werk anbieten. Sie werden also direkt als Stretch-Limousinen hergestellt und sind nicht das Resultat eines Verlängerungs-Umbaus. Ein Beispiel hierfür ist die lange Version der Mercedes S-Klasse, die besonders beim Limousinenservice Anwendung findet. Auch die E-Klasse von Mercedes Benz wurde zeitweise als Pullman-Version angeboten. Obwohl für die Stretchlimousinen direkt aus dem Werk bei Mercedes eine hohe anfrage bestand, hatte der Konzern eine derartige Herstellung lange Zeit abgelehnt. Die Gründe hierfür sind vermutlich bei den Komplikationen bei der Erhaltung der Zweckmäßigkeit zu suchen. In Amerika gibt es für Stretch-Limousinen keine Zulassungsprüfungen oder Richtlinien zur Sicherheit, weshalb der Konzern Mercedes Benz wahrscheinlich eine zu große Herausforderung für den Werksbau von Stretchlimousinen sah und sein Image nicht negativ belasten wollte. Dennoch entschied man sich letztendlich dafür, Stretch-Limousinen herzustellen und überarbeitete das Fahrwerk hierfür komplett.
Redaktion Contendia
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