Regierung kappt Solarförderung

März 9, 2010

Die Solarenergie ist eine junge Energieform die sich ohne Fördermittel nicht hätte etablieren können. Dieses ist bei jungen Technologien aber häufig so. Im Anfang der Entwicklung ist die neue Technik noch teurer oder nicht billiger. Aber wenn sie erst einmal Fuß fassen kann, dann sinken die Produktionskosten und die neue Technologie kann mit weniger Fördermitteln oder auch ohne gewinnbringend eingesetzt werden und noch weiter in der Zukunft kann sie vielleicht sogar bestehende Technologien ablösen.

Die Fördermittel für die Solaranlagen sind zum Jahresbeginn gekürzt worden und werden zum 1 Juli 2010 noch weiter gekürzt. Die Förderung wird um 25% auf insgesamt 33 Cent pro KW/h gekürzt. Dieses hat auch Gründe. Die Solartechnik ist in den letzten Jahren um bis zu 40% günstiger geworden. Die Regierung erachtet es nicht für Sinnvoll diese Technik zu überfördern. Genau das würde aber passieren, wenn die Förderungen nicht angepasst werden würden.

3000 Megawatt stammen aus neuer Solarenergie, 9000 Megawatt werden durch die Solarenergie insgesamt erwirtschaftet. In Deutschland haben rund 100 Stromerzeuger, die mit Solarenergie produzieren, ca. 9 Mrd. Euro Umsatz gemacht. An der Solarenergie hängen über 60000 deutsche Arbeitsplätze. Aus den Reihen der Grünen wird verlautet, dass diese Arbeitsplätze mit gekürzten Förderungen nicht mehr haltbar wären. Die Solarenergie würde sich zwar weiter auf deutschen Dächern breit machen aber die Anlagen werden zukünftig verstärkt aus China kommen.

Wer nun die Solaranlagen an sich fördert, der fördert auch ausländische Erzeugnisse. Um die deutschen Arbeitsplätze zu sichern müssten die Anbieter für Solaranlagen in Deutschland subventioniert werden. Gleichzeitig könnten an den Stellen die alle Anbieter in gleicherweise subventionieren die Gelder gekürzt werden. So würden deutsche Solaranlagen konkurrenzfähig bleiben. Es wäre für Deutschland aber auf gar keinen Fall tragbar, wenn zukünftig weniger Menschen in dieser Technologie mit Zukunftspotential beschäftigt werden würden.

Weblinks:
Bundesamt Wirtschaft u. Ausfuhrkontrolle – Aktuelle Information: Änderung der Förderrichtlinien
KfW-Programm Energieeffiezient Sanieren