Aller Anfang ist schwer, auch für einen Rechtsanwalt

August 28, 2008

Rechtsanwälte, so scheint es, gibt es wie Sand am Meer. Und wer die Hürden der Ausbildung zum Rechtsanwalt gemeistert hat, möchte selbstverständlich eine erfolgreiche und gut gehende Kanzlei eröffnen. Doch aller Anfang ist schwer, da der Arbeitsmarkt für Juristen hart umkämpft ist. Schnell wird die Gründung einer Kanzlei zu einem finanziellen Kraftakt und zu einem Wagnis. Wer als „frisch gebackener“ Rechtsanwalt eine Kanzlei eröffnen möchte, steht vor der Überlegung, sich zu spezialisieren, also als Fachanwalt zu agieren oder ob er als allgemeiner Anwalt tätig sein wird. Nischenlösungen sind auch für einen Rechtsanwalt schwer zu finden. Dennoch gibt es bestimmte Bereiche, wie zum Beispiel das Erbrecht, bei denen immer wieder Bedarf an rechtlicher Beratung oder sogar an rechtlichem Beistand vor Gericht besteht. Doch ist es beim Start einfacher, wenn man sich etwas Besonderes hinsichtlich dem Aspekt Dienstleistung ausdenkt. Grundsätzlich sollte jeder Rechtsanwalt, sofern er sich auf einen bestimmten Bereich festlegen möchte, sich das aussuchen, was ihm Spaß macht.

Die Ausbildung zum Rechtsanwalt, sie besteht aus einem abgeschlossenen Jurastudium, dem ersten Staatsexamen und einem anschließenden Refendariat und zum Schluss folgt das zweite Staatsexamen, vermittelt dem angehenden Volljuristen wohl das Grundhandwerkszeug. Doch wie in allen anderen Berufen gilt auch hier, die Erfahrung und die Praxis erhält man nur in der täglichen Anwendung.

Die Frage, ob sich der frisch gebackene Rechtsanwalt Berlin nach Abschluss seiner Ausbildung gleich selbstständig machen soll, kann nur von jedem einzelnen selbst beantwortet werden. So vermittelt die Arbeit im Angestelltenverhältnis nicht nur zusätzliches Fachwissen, auch gibt sie dem Berufsneuling einen gewissen Grad an Sicherheit, da er meist unter Anleitung eines erfahrenen Kollegen sich seine Sporen verdienen kann. Und mit dem richtigen Partner für eine Kanzlei ist es wie mit dem Partner fürs Leben. Bevor man sich bindet, sollte man sich entsprechend kennen.