Mode aus Hanf

März 3, 2008

Umweltbewusste besinnen sich wieder mehr und mehr auf die schon seit Jahrtausenden genutzte Naturfaser Hanf.

Seit über 1000 Jahren spielt Hanf in der Mode eine große Rolle. Schon 450 vor Christus wurde Kleidung aus Hanf hergestellt. Nutzhanf ist schnellwüchsig, vollständig verwertbar und pflegeleicht. Sein Anbau ist besonders umweltfreundlich, denn der nachwachsende Rohstoff benötigt wenig Wasser und ist sehr widerstandsfähig, so dass weder Herbizide noch Pestizide verwendet werden müssen.

Die durch Brechen und Walzen der Stängel gewonnenen Fasern sind robust und haltbar. Im Vergleich zu Baumwolle ist Hanf in der Mode von großem Vorteil: Textilien aus der Naturfaser neben Wasser besser auf, so dass man darin nicht so schnell ins Schwitzen kommt. Das macht Stoffe aus Hanf besonders geeignet zur Herstellung von Berufs- oder Sportkleidung oder leichter Sommermode. Menschen mit empfindlicher Haut werden sich über die angenehmen Trageeigenschaften und über die gute Verträglichkeit freuen.

Die Textilien nutzen sich nicht so schnell ab und sind besonders reißfest. Übrigens braucht niemand einen “Rausch” beim Tragen von Mode aus Hanf zu befürchten: Der THC- Gehalt von Nutzhanf liegt mit höchstens 0,05 Prozent weit unter dem europäischen Grenzwert für das Rauschmittel von 0,2 Prozent.

So ist es nicht verwunderlich, dass die traditionelle Textilfaser ein ungeahntes Comeback feiert: Vom Turnschuh bis zum Babystrampler, vom Freizeitanzug bis zum Hochzeitskleid, mittlerweile sind der Verwendung von Hanf in der Mode kaum noch Grenzen gesetzt. Zwar wird zumeist “der Weichheit wegen” bisher noch ein kleiner Anteil Baumwolle beigemischt, aber die Textilindustrie arbeitet an neuen Methoden, durch Aufspaltung immer feinere Fasern gewinnen zu können.