Finanzkrise: Fannie Mae verliert erneut Milliarden

März 1, 2010

Der Baufinanzierer Fannie Mae hat im Jahr 2009 einen Milliardenverlust angehäuft und benötigt nun dringend die Hilfe der amerikanischen Steuerzahler. Es ist einer der größten Finanzverluste in der Geschichte der USA. Es ist die größte Immobilienkrise seit den 30er Jahren in den USA. Fannie Mae und ihr Bruder Freddie Mac sind die größten Geldgeber für Immobilienkredite und spielen damit eine große Rolle bei der Stabilisierung des Immobilienmarktes. Fertighäuser sowie der gesamte Hausbau stehen leer oder stagnieren sehr stark.

Der Verlust beläuft sich auf 74,4 Milliarden Dollar, das entspricht umgerechnet 54,6 Milliarden Euro. Ein Ende der Bankenkrise ist also weiterhin nicht abzusehen. Um diese Verluste aufzufangen benötigen sie eine Geldspritze vom US-Staat in Höhe von 15,3 Milliarden Dollar.

New York Wallstreet

Von diesen schlechten Nachrichten wird natürlich auch der amerikanische Aktienmarkt angesteckt und der Dow Jones an der New Yorker Wallstreet reagiert unmittelbar. Da der Häusermarkt in den USA noch immer mit fallenden Preisen zu kämpfen hat und eine Beruhigung der Lage nicht in Sicht ist, wird dringen staatliche Hilfe benötigt. Hinzu kommen die hohe Arbeitslosigkeit und die hohen Kreditkartenschulden der US-Bürger. Dies alles sorgt dafür dass die Wirtschaft nicht in Schwung kommen kann. Da es nicht die erste Finanzspritze ist die Fannie Mae benötigt, würde die Belastung der Steuerzahler auf 76,2 Milliarden Dollar ansteigen. Da die Regierung unter Barack Obama dem Baufinanzierer Hilfe in unbegrenzter Höhe zugesagt hat, wird die Regierung wohl die 15,3 Milliarden Dollar zur Verfügung stellen.

Die Hilfen für betroffene Hausbesitzer scheinen nur langsam zu greifen. Der Baufinanzierer setzt sich dafür ein, dass die Schuldner einer Zwangsversteigerung entgehen und in ihren Häusern verbleiben können. Fannie Mae wird wohl auch in den nächsten Jahren weiterhin rote Zahlen schreiben und die US-Wirtschaft damit in Atem halten.

Weblinks:
Welt – US – Wirtschaft steckt in tiefer Rezession
Süddeutsche Zeitung – Fannie Mae in Schieflage – Der Staat muss abermals Geld
Manager Magazin – Die Geschichte von Fannie und Freddie: Zwei alte Giganten
Volksblatt Lichtenstein Fannie Mae will nach neuem Milliardenverlust weitere Staatshilfe