Familienministerin plant die Umsetzung der Kinderporno-Sperre

Dezember 2, 2008

Die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen will die geplanten Kinderporno-Sperren möglichst schnell umsetzen. Geht es nach ihrem Willen, so ist Deutschland schon bald Mitglied im internationalen Verbund zur Sperrung kinderpornographischer Websites.

Immer häufiger werden Websites aufgedeckt, auf denen Kinderpornographie veröffentlicht wurde. Die Macher dieser Websites werden direkt nach Bekanntwerden verhaftet. Dennoch waren die kinderpornographischen Inhalte meist mehrere Tage oder Wochen im Netz erreichbar.

Mittlerweile befinden sich verschiedene Gesetzesänderungen in der Abstimmung mit dem Innen-, Justiz- sowie Wirtschaftsministerium, die zukünftig die Handlungen bei diesen Webseiten vereinfachen sollen. Länder wie Schweden, Norwegen, Dänemark, Italien, Finnland und die Niederlande nehmen bereits jetzt Sperrungen dieser Webseites vor. Die Länder tauschen sich zudem über die Web-Adressen der Seiten aus, so dass auch in einem der anderen Länder keine Nutzung dieser Adressen möglich ist. Hierfür gibt es bereits jetzt eine technische Plattform, bei der Deutschland auf jeden Fall mitmachen will und wird.

Deutschland ist nicht das einzige Land, welches bei der Bekämpfung von Kinderpornographie mitmachen will. Auf dem dritten Weltkongress gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern haben sich noch weitere Länder zum Beitritt in den internationalen Verbund bereit erklärt. Ziel ist es ein internationales Netz zur Bekämpfung der Kinderpornographie, sowie des Kinderhandels und der -prostitution aufzubauen und beispielsweise auch eine grenzüberschreitende Strafverfolgung zu ermöglichen.

Weblinks:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend