Das wichtigste über Kreditkarten

Mai 19, 2008

Kreditkarten zeichnen sich durch ihre Eigenschaft der bargeldlosen Zahlung aus. Wie der Name schon sagt, räumen sie dem Eigentümer die Möglichkeit der Kreditbeanspruchung ein. Dabei handelt es sich vorrangig um kurzfristige Kredite, die nach entsprechender Abrechnung durch das Kreditinstitut durch den Karteninhaber ausgeglichen werden. Der Ausgleich erfolgt in aller Regel per Lastschrift vom Girokonto. Kreditkarten bieten den Vorteil, weltweit bargeldlose Zahlungen durchführen zu können.

Des Weiteren kann an allen verfügbaren Geldautomaten Bargeld geholt werden. Kreditkarten arbeiteten nach dem Prinzip der revolvierenden Kredite. Die mit revolvierenden Krediten im Zusammenhang stehenden Konten weisen immer ein Minussaldo auf. Das Kreditkartenkonto kann eröffnet werden, ohne das Einlagen nötig sind. Mit jeder Belastung der Kreditkarte läuft der Saldo in den Minusbereich.In aller Regel erfolgt nach einem Monat eine Abrechnung durch das Kreditinstitut. Der Kreditkarteninhaber ist mit dieser verpflichtet, sein Kartenkonto auszugleichen. Der Ausgleich erfolgt jeweils nur bis das Kartenkonto einen Saldo von 0,00 Euro aufweist. Positive Belastungen sind hier nicht möglich. Der Kreditrahmen von Kreditkarten wird meist individuell nach der Höhe des Einkommens bestimmt und kann bis zu einigen tausend Euro betragen.

Einen langfristigen Kredit z.B. zur Hausfinanzierung, kann eine Kreditkarte aber nicht darstellen. Die Ausstellung von Kreditkarten erfolgt ausschließlich über Kreditkartengesellschaften und Kreditinstitute. Dabei können Kreditkarten in drei Typen unterteilt werden – Standardkreditkarte, Premiumkreditkarten und Businesskreditkarten. Alle Typen unterscheiden sich in ihrem funktionalen Umfang und zusätzlichen Nutzungsmöglichkeiten.Auch eine Unterteilung der jeweiligen Kartentypen aufgrund ihres Abrechnungssystems ist möglich. Die Unterscheidung fällt hier auf Credit-Karten, Debit-Karten sowie Charge-Karten. Charge-Karten arbeiten nach dem Prinzip der revolvierenden Kredite, das heißt, die Minusumsätze werden auf einem Kartenkonto verbucht. Credit-Karten unterscheiden sich nur in einem Punkt maßgeblich von Chargekarten, denn hier ist es möglich einen positiven Saldo auf dem Kartenkonto aufzubauen. Debit-Karten verfügen ebenfalls über ein Kartenkonto, welches jedoch tagaktuell mit dem Girokonto ausgeglichen wird. Zahlungen mittels Kreditkarte sind bei allen Vertragspartnern und Akzeptanzstellen des jeweiligen Kreditinstitutes möglich. Der Umfang wird jedem Kreditnehmer mit Aushändigung der Karte mitgeteilt. Der Kreditkarteninhaber zahlt mit seiner Karte die entsprechende Ware. Die Forderung des Vertragspartners wird anschließend an das Kreditinstitut abgetreten. Dieses unterliegt der Pflicht, die durch den Karteninhaber entstanden Forderungen auszugleichen. Somit liegt hier ein dauerhaftes Schuldverhältnis zwischen Kreditkarteninhaber, Kreditinstitut und Vertragspartner vor. Genau aus diesem Grund, werden Kreditkartenanträge durch Kreditinstitute bzw. Kreditkartengesellschaften genauestens und nach strengen Kriterien geprüft.

Andernfalls sehen sich Banken einem noch höheren Ausfallrisiko entgegen. Um auch nicht solventen Verbrauchern die Möglichkeit einer Kreditkartennutzung einzuräumen, etablieren sich so genannte Prepaidkreditkarten auf dem Markt. Personen, die aufgrund ihres geringen Einkommens, Vermögensverhältnisse oder negativer Schufa-Einträge nicht von einer Kreditkarte profitieren können, können somit einen gleichwertigen Service in Anspruch nehmen. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass Prepaidkreditkarten ausschließlich auf einer Guthabenbasis arbeiten und ein Minussaldo nicht erreicht werden kann.