CFD Kontrakte – Chance oder Bedrohung

Oktober 28, 2008

Die Börse ist der Schmierstoff der Wirtschaft sagt man. Jeden Tag werden Milliarden hin- und hergeschoben, Spekulationen getätigt und Hebelinstrumente eingesetzt. Und dies nicht nur zur Risikoabsicherung. Auf der einen Seite bewirkt die rasante Entwicklung von diversen Finanzprodukten wie Optionsscheinen, CFD oder Zertifikaten, dass Anleger und Spekulanten ihr Risikoprofil exakt an die Marktvolatilitäten anpassen können. Für jeden Risikotypen bietet sich das ideale Produkt. Gerade CFD Kontrakte (Contract for Difference) gelten als eine riskante Wette an den Finanzmärkten, womit man mit kleinen Beträgen riesige Hebel ausspielen kann. Sie sind von ihrer Natur her immer an einen jeweiligen Basiswert gekoppelt. Die Finanzwirtschaft wird ohne Frage durch die Existenz dieser Produkte effizienter. Auf der anderen Seite aber mahnen seit Jahren hochkarätige Finanzjongleure, dass es sich bei modernen Fnianzkonstrukten wie beispspielsweise den CFD’s um moderne Massenvernichtungswaffen an den Börsen dieser Welt handelt.

Gerade in Zeiten von Finanzmarktkrisen wirken diverse Hebel ebenso stark und können destabilisierend wirken. Zu starke und expotenenzielle Auswirkungen greifen dann schnell auf die Realwirtschaft über. Das Beispiel LTCM in der Vergangenheit ist ein Beispiel dafür, wie undurchsichtige Finanzmarktprodukte und Risikofreude ganze Fonds in Abgrund reißen können. Wird unkontrolliert mit Optionen und CFD Kontrakten gehandelt und hinzu noch mit der Aufnahme von Krediten gehebelt, kann sich eiuen Situation kummulieren und verschärfen. Die Aufsichtsbehörden sind hierbei gefragt um immanente Systemrisiken zu vermeiden. Aber auch für Privatanleger bieten zahlreiche CFD Broker die Möglichkeit, für einen relativen geirngen Kapitaleinsatz, CFD Kontrakte zu handeln. Solange man sein Handwerk versteht, bieten sich sicherlich gute Chancen für den einzelnen. Ohne vernünftiges Risikomanagement und Kenntnissen wird man aber hier nicht weit kommen.