Ausbildung zum Gerüstbauer

Februar 26, 2009

Bundesweit gibt es drei anerkannte Ausbildungsstandorte des Berufszweiges Gerüstbau. Eine Ausbildungsstätte befindet sich in Weiterstadt. Das Berufsbildungs- und Technologiezentrum hat sich für das Handwerk des Gerüstbauers als europäisches Kompetenzzentrum bewährt und es werden dort bereits seit 1990 regelmäßige Vorbereitungslehrgänge sowie Prüfungen zum Gerüstbaukolonnenführer durchgeführt. Dort gibt es zudem für die Aus- und Weiterbildung eine Halle, die dem speziellen Zweck dient. Eine Freifläche ist für die Ausbildung auch gegeben. Seit 1992 werden im BTZ Weiterstadt schließlich auch Gerüstbauer überbetrieblich ausgebildet. Die erste externe Gesellenprüfung in diesem Bereich erfolgte dann erstmalig nachdem im Jahr 1998 ein 13-wöchiger Pilotenlehrgang auf dem Gerüst durchgeführt wurde. Dies geschah nicht zuletzt weil der Beruf des Gerüstbauers 1998 in die Anlage A der Handwerksordnung aufgenommen wurde und somit als Beruf im Vollhandwerk angesehen wird. Die dritte Gerüstbaukonferenz, bei der immerhin 14 europäische Staaten teilnahmen, tagte 1999 ebenfalls in Weiterstadt. Die ersten Meisterbriefe gingen dort im Jahre 2001 an die erfolgreichen Absolventen und nicht zuletzt die erste GerüstbaumeisterIN qualifizierte sich in Weiterstadt für den Rang im Beruf des Gerüstbaus. Das Gerüstbaugewerbe hat zudem eine eigene Sozialkasse und eine Bundesinnung die sich auf den Berufszweig spezialisiert hat. Sie arbeiten eng mit den Ausbildungsstätten zusammen. Experten setzten sich auch zusammen um den Lehrlingen eine nützliche Lektüre bereitstellen zu können. Im BTZ in Weiterstadt haben daher die ersten Lehrlinge für den Gerüstbau die Möglichkeit im weltweit ersten Lehrbuch über das Gerüst und sein Handwerk zu blättern.

Redaktion Contendia, contendia[aet]yahoo.de